Halbfinale! Germania kommt auch gegen Kassel zurück


Beim Verbandsligisten FC Germania Ober-Roden ist die Freude über den Einzug ins Halbfinale des Fußball-Hessenpokals riesengroß. Das Team von Trainer Fabian Bäcker setzte sich dank der Tore von Marc Züge und Sebastian Marweg am Mittwochabend im Viertelfinale mit 2:1 (0:1) gegen den Regionalligisten und Vorjahresfinalisten KSV Hessen Kassel durch.

Somit ist Ober-Roden nur noch einen Schritt vom Finale auf dem Bieberer Berg entfernt. „Das war eine herausragende Leistung von allen“, lobte Fabian Bäcker seine Spieler. Auch im vierten Hessenpokalspiel in dieser Saison geriet die Germania, die im Halbfinale auf Drittligist und Titelverteidiger SV Wehen Wiesbaden trifft, in Rückstand „Wir kennen das, hinten zu liegen. Wir wissen aber auch: Wir können zurückkommen“, sagte Bäcker. Dies stellte seine Mannschaft einmal mehr unter Beweis.

1200 Zuschauer sehen Pokal-Sensation


Aufgrund des großen Andrangs begann die Partie vor über 1200 Zuschauern mit einer Viertelstunde Verspätung.  Kassel kontrollierte das Spiel, tat sich gegen die tief stehenden Gastgeber aber schwer.  Die größte Chance zur Kasseler Führung hatte Lukas Rupp, dessen Schuss an die Latte ging (24.). Alupech gab es auch für die Germania: Mo Ashriam traf in der 38. Minute den Innenpfosten, der Nachschuss von Julian Siegmund ging vorbei. Wenig später schien der Favorit auf der Siegerstraße zu sein. Aus einem Ballverlust von Sebastian Marweg resultierte der Angriff,  an dessen Ende Kapitän Adrian Bravo Sanchez Kassel aus kurzer Distanz in Führung brachte (42.).

„Nach dem Rückstand haben wir in der Pause gesagt: Schade, aber wir sind dran“, meinte Germania-Kapitän Marc Züge. „Die Phase nach der Halbzeit war unglaublich. Das sind so Spiele, die man nie vergessen wird“, sagte Züge mit Blick auf den Doppelschlag der Gastgeber, bei dem er selbst eine Hauptrolle spielte. Auf Vorarbeit von Jonas Dapp glich Züge zum 1:1 aus (49.). „Das war 1a herausgespielt“, freute sich Fabian Bäcker über den Ausgleich. Nur sechs Minuten später traf Sebastian Marweg nach einem Eckball sogar zur 2:1-Führung und machte damit seinen Patzer beim 0:1 vergessen.
Kassel gelang zwar noch ein Tor, beim Treffer von Jan Dahlke entschieden die Schiedsrichter aber auf abseits. Ansonsten war Winterneuzugang Tim Bärwalde, der bei seinem Debüt im Germania-Tor den Vorzug vor Jannik Treber erhalten hatte, trotz einiger Chancen nicht mehr zu überwinden. „Wir haben dem Druck standgehalten“, jubelte Marc Züge. Kassel nutzte es auch nichts, dass in den letzten Minuten Torhüter Nicolas Gröteke mitstürmte. Nach dem Ende der siebenminütigen Nachspielzeit kannte der Jubel bei Ober-Roden keine Grenzen mehr.

„Hinten raus hat natürlich auch ein bisschen Glück dazugehört. Aber man kann auch nicht davon sprechen, dass unser Sieg komplett unverdient war“, meinte Fabian Bäcker und schickte seine Spieler zum Feiern. Kapitän Marc Züge erinnerte vorher noch an das erste Verbandsligaspiel der Germania nach der Winterpause am Sonntag gegen Rot-Weiß Darmstadt. „Das ist genauso wichtig, wir wollen auch in der Liga noch einiges erreichen.“

Statistik

Germania Ober-Roden: Bärwalde; Neuendorf, Marweg, Firat, Sancak (64. Voloder), Günther (73. Kilic), Siegmund (86. Lang), Jashari, Dapp, Ashriam, Züge (68. Pepe)


KSV Hessen Kassel: Gröteke; Knipping (56. Springfeld), Duah (63. Bräunling), Brill  (78. Girth), Bonianga, Boeyuekata, Bravo Sanchez, Stark (56. Kuntze), Najjer, Rupp


Tore: 0:1 Bravo Sanchez (42.), 1:1 Züge (49.), 2:1 Marweg (55.)

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